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Die Gemeinde Grafenau besteht heute aus den zwei Teilorten Dätzingen und Döffingen, da mit der Gemeindereform im Jahr 1972 sich Dätzingen und Döffingen zur Gemeinde "Grafenau" zusammen- geschlossen haben.
Die Reformation konnte sich in Dätzingen nicht durchsetzen, der Ort war seit je her katholisch und blieb es auch. Während Dätzingen 1939 noch eine Arbeiter- und Bauerngemeinde war, entwickelte sich das Dorf seitdem zu einer Wohngemeinde. Seit 1949 wuchs der Ort besonders nach Süden hin, aber auch im Norden am Hang des Hacksbergs. Das Schulhaus mit der Kleinturnhalle wurde erweitert, und man legte einen Sportplatz auf dem Holzberg an. Hinzu kam die vollständige Kanalisation des Ortsteils (Kläranlage gemeinsam mit Döffingen und Schafhausen).
Seit der Bildung der Gemeinde Grafenau am 1. September 1972 wurden zunächst die Baugebiete Hamberg und Bonde (Dätzingen), Malmsheimerweg (Döffingen), der westliche Teil des Mühläcker, Obere Straße (Dätzingen), Mittenbühl (Döffingen) und Hofstetten (Döffingen) erschlossen. Mit Blick auf die Zukunft sind noch das Gewerbegebiet Röte und das Wohngebiet Hörlen geplant. Auch im Bereich der Sanierung war die Gemeinde nicht untätig: ein großes Projekt war die Ortskernsanierung Döffingen (1990-2002). Derzeit wird das Mischgebiet Hofstetten (1999-2006) saniert und in Dätzingen ist eine Ortskernsanierung in Planung. Im Ortsteil Döffingen wurde eine Kläranlage gebaut und erweitert (Inbetriebnahme gemeinsam mit Dätzingen und Schafhausen). Das Heimatmuseum wurde 1986 im Schloss Dätzingen eingerichtet und steht seitdem unter ehrenamtlicher Betreuung. 1975 entstand im Döffinger Steinbruch der Jugendtreff "Sumpf", das Jugendhaus der Gemeinde Grafenau, welches vom Verein selbst verwaltet wird. Im Schulbereich fanden einige Erweiterungen statt. Besonders beliebt wurde die Grund- und Haupt- schule Döffingen durch den erweiterten Werkrealschulabschluss. Seit 1996 bezeichnet sie sich des- wegen als Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (GHWRS) Döffingen. Zuletzt wurde die Schule mit dem "Rundling" (2000) erweitert. Auch im Kindergartenbereich gab es Erweiterungen. Mit 13 eingerichteten Kindergartengruppen hält die Gemeinde Grafenau ihren bisherigen Rekord. Neu ent- standen ist der Kindergarten Mittenbühl (2002), der den Kindergarten im Graf-Ulrichbau abgelöst hat.
Mit der Entstehung der Wiesengrundhalle gelang der Gemeinde Grafenau ein wichtiger Schritt zur Stützung der Zusammengehörigkeit der beiden Teilorte und zur Ausprägung der örtlichen Identität. Der Bau der Gemeindehalle wurde zwischen den beiden Ortsteilen vollzogen, um eine gemeinschaft- liche Halle in zentraler Lage 1996 zu erhalten. Der Name Wiesengrundhalle war ein Vorschlag der Bevölkerung Grafenaus, kann aber auf das Lied "Im schönsten Wiesengrunde" von Wilhelm Ganzhorn 1851 zurückgeführt werden, der damit seine Erinnerung an das Umfeld der Stegmühle an der Würm bewahren wollte. In Grafenau existieren im Gegensatz zu anderen Gemeinden 4 Friedhöfe. Da die alten Friedhöfe in beiden Ortsteilen nicht erweiterbar waren, wurde in Döffingen 1988 der Waldfriedhof und in Dätzingen 1996 der Friedhof am Schlosspark gegründet. Durch die neuen Vollversorger Nettomarkt und Edeka Aktiv Markt Hacker wurden am Anfang des neuen Jahrtausends auch die örtliche Grundversorgung gesichert. Im Bereich der sozialen Angelegenheiten wird zukünftig auch die Altenhilfe abgedeckt, indem in Dätzingen ein Seniorenzentrum unter der Betreuung der Bürgerstiftung Grafenau geplant ist. Grafenau hat seinen dörflichen Charakter trotz allen Modernisierungen und Veränderungen behalten und ist durch die engagierte Beteiligung seiner Kirchen, Vereine und Bürger eine lebendige Gemeinschaft.
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